Aktionsplan Chancengleichheit UZH 2017–20: Projekt II

Forschungsförderung und wissenschaftliche Karriere

Einen wichtigen Bestandteil heutiger wissenschaftlicher Karrieren bildet das Einwerben eigener Forschungsfördermittel durch den wissenschaftlichen Nachwuchs. Dies trifft insbesondere auf prestigeträchtige, hoch dotierte Förderinstrumente zu, die in vielen Fällen einen entscheidenden Einfluss auf die weitere akademische Karriere der Geförderten haben.

Der akademische Nachwuchs der Universität Zürich ist bei der Drittmitteleinwerbung grundsätzlich bereits erfolgreich. Bei den meisten Förderinstrumenten gibt es jedoch Unterschiede zwischen Frauen und Männern bezüglich der Gesuchstellungspraxis und Erfolgsquote. Frauen stellen einerseits weniger Gesuche als ihre männlichen Kollegen und bekommen andererseits im Vergleich weniger häufig Förderungen zugesprochen.

Projektziele

Das Projekt setzt im Bereich Forschungsförderung und wissenschaftliche Karriere an. Die Universität Zürich will durch dieses Projekt ihre Möglichkeiten als potentielle host institution für externe Forschungsmittel systematisch und gezielt identifizieren und nutzen, damit insbesondere der weibliche wissenschaftliche Nachwuchs keine unbeabsichtigten Nachteile erfährt.

Es sollen mehr Nachwuchswissenschaftlerinnen als bisher dazu motiviert werden, Forschungsanträge zu verfassen und diese bei den entsprechenden Stellen auf universitärer, nationaler und europäischer Ebene einzureichen. Zudem soll die tatsächliche Erfolgsquote bei der Bewilligung von Anträgen von Nachwuchswissenschaftlerinnen gesteigert werden.

  • Ziel 1: Erhöhung der Anzahl der eingereichten Gesuche von Nachwuchswissenschaftlerinnen (UZH, SNF, EU)
  • Ziel 2: Erhöhung der Bewilligungen der Gesuche von Nachwuchswissenschaftlerinnen mit host institution UZH

Ansatz und Handlungsebenen

Das Projekt verfolgt einen Mehrebenenansatz, der innerhalb des Gesuchstellungs- und Vergabesystems auf drei unterschiedlichen Handlungsebenen ansetzt:

  • persönlich-individuelle Ebene
  • institutionell-strukturelle Ebene
  • Forschungsebene

Folgende Massnahmen sollen u.a. ergriffen werden: Konzeption und Durchführung von Workshops und Trainings für Nachwuchswissenschaftlerinnen, Systematisierung von Auswahl- und Nominationsprozessen, Sensibilisierung von Entscheidungsgremien für implicit biases, Stärkung der Beratungsarbeit.

Projektleitung und Trägerschaft

Projektleitung

  • Jennifer J* Moos

Trägerschaft

  • Dr. Beatrice Scherrer (Forschung, Innovation und Nachwuchsförderung)
  • Sibylle Hodel, lic. phil. (EU Grants Access)

Massnahmen und Aktivitäten

Mehr Informationen finden Sie unter Massnahmen und Aktivitäten.