Gleichstellungsmonitoring

Zweck des Gleichstellungsmonitorings

Der Zweck des Gleichstellungsmonitorings (GLM) ist die systematische Auswertung gleichstellungsrelevanter Daten zur Standortbestimmung der UZH. Seit 2007 erstellt die Abteilung Gleichstellung diesen Bericht im Auftrag der Universitätsleitung. Das GLM liefert konkrete Hinweise zur Umsetzung des Verhaltenskodex' Gender Policy sowie zum Aktionsplan Chancengleichheit der Universität Zürich.

Neuerungen ab Berichtsjahr 2015

Das Gleichstellungsmonitoring erscheint seit dem Berichtsjahr 2015 in einer stark gekürzten Form mit neuen Grafiken. Der Bericht wird nur noch elektronisch publiziert und erscheint erstmals und in Zukunft in einem zweijährigen Rhythmus.

Mit dem neuen Kapitel „Nachwuchsförderung an der UZH“ wird der Forderung in Punkt 2 des Verhaltenskodex Gender Policy (gezielte Förderung des weiblichen akademischen Nachwuchses) Beachtung geschenkt. Untersucht werden die Indikatoren „Assistenzprofessuren“ und „Forschungskredit“.

Berufungen werden ab 2015 separat nach Ernennungen und Beförderungen betrachtet.

Daten 2016: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Frauenanteil vom Eintritt ins Studium bis zur Stufe Doktorat liegt bei rund 57%. Dieses Geschlechterverhältnis ist nun seit Jahren stabil.
  • Bei den Postdoktorierenden lässt sich ein Frauenanteil von etwa 47% vermerken.
  • 28.8% beträgt der Frauenanteil bei den Assistenzprofessuren (139 Personen). Dieser hat im Gegensatz zum Vorjahr 2015 mit einem Anteil von 31.2% um 2.4% abgenommen.
  • 22.6% beträgt der Frauenanteil bei insgesamt 650 Professuren (ordentliche, ausserordentliche und Assistenzprofessuren). Im Vergleich zu 2012 (18.2%), als der Aktionsplan Chancengleichheit 2013-16 startete, ist der Frauenanteil der Professuren insgesamt um knapp 4.4 Prozentpunkte gewachsen.
  • Bewilligte Projekte beim Forschungskredit (Candoc und Postdoc) wurden zu 60% Frauen zugesprochen. Im Vergleich mit 2015 gingen 12% mehr Projekte an Frauen. Die Universität verfügt somit über optimale Geschlechteranteile beim förderungswürdigen Nachwuchs.
  • Die Leaky Pipeline zeigt das Geschlechterverhältnis auf den einzelnen Qualifikationsstufen. Besonders deutlich wird, dass das Verhältnis bis zur Stufe Postdoktorierende in etwa ausgeglichen ist, ab der akademischen Stufe Assistenzprofessur öffnet sich jedoch die Schere und der Frauenanteil liegt nur noch bei knapp 21%.

Zahlen zum Aktionsplan Chancengleichheit 2013-16 der UZH

  • Der Frauenanteil auf der Stufe ordentliche und ausserordentliche Professur ist von 18.26% auf 20.94% angewachsen.
  • Der Frauenanteil auf der Stufe Assistenzprofessur ist von 17.95% auf 28.78% angewachsen.
  • Der Aktionsplan Chancengleichheit hat dazu beigetragen, dass sich der Frauenanteil auf Stufe Professur erhöht hat, wenn auch die bundesweiten Ziele von 25% ordentliche und ausserordentliche Professur sowie 40% Assistenzprofessur noch nicht erreicht wurden. Den aktuellen Aktionsplan Chancengleichheit 2017-20 finden Sie unter: Aktionsplan Chancengleichheit UZH 2017–20

Vergleich des Frauenanteils auf Stufe Professur nach Fakultät und UZH gesamt in den Jahren 2012 und 2016