Gleichstellung

Förderung von Gender Studies

Gender Studies führen zu einer Sensibilisierung für Chancenungleichheiten zwischen den Geschlechtern - in der Gesellschaft im Allgemeinen und in der Wissenschaft im Besonderen. Sie arbeiten der komplexen Materie entsprechend interdisziplinär und sind in hohem Masse wissenschaftskritisch. Gender Studies stellen deshalb ein Qualitäts- und Innovationspotential dar. Sie sind im Ausland, besonders in den USA, den Niederlanden und Deutschland, seit den Achtzigerjahren an vielen Universitäten etabliert.

Die Gender Studies an den verschiedenen Schweizer Universitäten sind untereinander gut vernetzt. Im Jahr 2008 startete an der Universität Zürich das Master-Nebenfach Gender Studies. Seit 2002 gibt es die Graduiertenkollegien Gender Studies CH, welche die Promotion oder Habilitation von Forschenden im Bereich der Gender Studies fördern. Seit 2004 kommt das Kooperationsprojekt Gender Studies CH hinzu, dessen Ziel es ist, die universitäre Lehre im Bereich der Gender Studies auf Ba- und MA-Stufe gesamtschweizerisch auszubauen.


Entstehungsgeschichte

Die Abteilung Gleichstellung fördert die Institutionalisierung von Gender Studies. Die Universität Zürich richtete 1998 das Kompetenzzentrum Gender Studies (KGS) ein, das die bestehenden Aktivitäten im Bereich Gender Studies koordiniert. Es hatte zum Ziel, Gender Studies in Forschung und Lehre an der Universität Zürich zu institutionalisieren. Das Kompetenzzentrum hat Forschungsprojekte im Bereich Gender Studies sichtbar gemacht und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Forschenden über die Grenzen der Universität Zürich hinweg gefördert. Es stellte Anträge für Nationale Forschungsschwerpunkte und beteiligte sich an Doktoratsausbildungen (Graduiertenkollegien). Zudem organisierte das Zentrum regelmässig Workshops und Veranstaltungen.

Den grössten Erfolg in seiner fast 10-jährigen Geschichte konnte das KGS im Sommer 2006 verbuchen. Im Juni dieses Jahres nahm die Philosophische Fakultät der Universität Zürich den vom KGS eingereichten Antrag auf Schaffung eines interdisziplinären Master-Nebenfaches Gender Studies an. Gleichzeitig bewilligte die Universitätsleitung den Antrag auf Schaffung eines neuen Lehrstuhls für Gender Studies und Islamwissenschaft. Damit war das Ziel des KGS, die Gender Studies an der Universität Zürich nachhaltig zu institutionalisieren, erreicht. Ende Oktober 2007 wurde das KGS aufgelöst, weil eine weitere Finanzierung nicht mehr gesprochen wurde.

Im Herbstsemester 2008 startete das neue Master-Nebenfach Gender Studies und am 15. Dezember 2008 hat die Universität Zürich Prof. Dr. Bettina Dennerlein auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Gender Studies und Islamwissenschaft berufen. Sie wird die beiden Fachbereiche je zur Hälfte vertreten.

Gender Studies an der UZH

Informationen zum interdisziplinären Masterprogramm «Gender Studies» finden Sie unter: www.genderstudies.uzh.ch

Zürcher Graduierten Kolleg

Prof. Dr. Therese Steffen leitet das Zürcher Graduierten Kolleg "Körper, Selbsttechnologien, Geschlecht: Entgrenzung und Begrenzung" 2008 bis 2011. Mehr

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Gender Campus

Die Internetplattform für Gender Studies an Schweizerischen Universitäten und Fachhochschulen bietet umfassende Informationen und verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation. www.gendercampus.ch

Finanzierung von Publikationen


Die Stiftung Interferminas bezweckt die Finanzierung von Publikationen, welche sich mit Frauen- und Geschlechter-forschung, Gleichstellung, feministische Zielsetzung auf politischer, gesellschaftlicher oder kirchlich tehologischer Ebene auseinandersetzen.
weitere Informationen

genregeschlecht

Die Schweizer Gesellschaft für Geschlechterforschung

Die SGGF ist eine Fachgesellschaft, die die Geschlechterforschung in der Schweiz fördert und deren Interessen vertrittk. Ausserdem bietet sie ein Forum zum Austausch unter den Expertinnen und Experten für Geschlechterforschung und trägt zu deren Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene bei. genregeschlecht.ch

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