Gleichstellungsmonitoring: 2018

Zweck des Gleichstellungsmonitorings

Der Zweck des Gleichstellungsmonitorings (GLM) ist die systematische Auswertung gleichstellungsrelevanter Daten zur Standortbestimmung der UZH. Seit 2007 erstellt die Abteilung Gleichstellung und Diversität diesen Bericht im Auftrag der Universitätsleitung.

Das GLM liefert konkrete Hinweise zur Umsetzung des Verhaltenskodex' Gender Policy sowie zum Aktionsplan Chancengleichheit der Universität Zürich.

Die drei Publikationsformen des Gleichstellungsmonitorings

  • Gleichstellungsmonitoring-Datentabellen: Die unkommentierten, vollständigen Datensätze zum Gleichstellungsmonitoring.
  • Gleichstellungsmonitoring-Broschüren: Die Broschüren fassen jeweils die wichtigsten GLM-Ergebnisse zusammen.
  • Gleichstellungsmonitoring-Berichte: Die umfangreichen, kommentierten GLM-Berichte erscheinen alle zwei Jahre.

Daten 2018: Das Wichtigste in Kürze

Im Folgenden das Wichtigste aus den Daten zu 2018.

Leaky Pipeline

Die Leaky Pipeline zeigt das Geschlechterverhältnis auf den einzelnen Qualifikationsstufen.

Der Frauenanteil beim Eintritt ins Studium lag 2018 bei 60.9%. Auch bei den Abschlüssen waren die Frauen mit einem Anteil von 59.4% in der Mehrheit. Beim Doktorat ging der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und betrug noch 54.8%.

Auf der Stufe Postdoktorierende ist das Geschlechterverhältnis fast ausgeglichen. Der Frauenanteil im Jahr 2018 lag bei 47.7%. Ab der Stufe Assistenzprofessur öffnet sich jedoch die Schere. Der Frauenanteil beträgt hier nur noch 36.6%. Trotzdem ist hier ein Fortschritt gegenüber dem Vorjahr zu vermerken: im Jahr 2017 betrug der Anteil der Assistenzprofessorinnen erst 33.3%.

Mit 21.1% sind Frauen auf der Stufe ordentliche und ausserordentliche Professuren stark untervertreten. Dennoch gab es gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von einem Prozentpunkt.

Organisation

Per 31.12.2018 zählt der Universitätsrat zwei Frauen von insgesamt sieben Mitgliedern (ein Sitz ist zur Zeit vakant), die Universitätsleitung zwei Frauen von sieben Mitgliedern.

Anders als im Vorjahr wird nur noch eine der insgesamt sieben Fakultäten von einer Dekanin geleitet.

Die UZH zählt insgesamt 181 Institute, Kliniken, Seminare und Zentren. 31 davon werden von Frauen geleitet.

Professuren

24.4% beträgt der Frauenanteil bei insgesamt 676 Professuren (ordentliche, ausserordentliche und Assistenzprofessuren). Der Anteil Professorinnen nimmt mit jedem Jahr sehr langsam und in kleinen Schritten zu.

Personal

Die Frauenanteile beim Personal der UZH reichen von 24.4% bei den Professuren bis zu 65.6% beim administrativen-technischen Personal. Im Mittelbau zeigt sich mit 53.6% ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis.