Ehrung 2009

Einweihung Ehrentafel

porträt

Die Einweihung der Ehrentafel für Emilie Kempin-Spyri, gestiftet von der Frauenzunft «Gesellschaft zu Fraumünster», fand am 28. Mai 2009 im Foyer des Rechtswissenschaftlichen Instituts der Universität Zürich an der Rämistrasse 74/57 statt.

Dokumente aus Kempin-Spyris Nachlass

Der gesamte Text auf der Tafel: EMILIE KEMPIN-SPYRI  1853-1901  Erste Privatdozentin der Universität Zürich und erste international lehrende Juristin.  Die in Zürich geborene Emilie Kempin-Spyri wurde 1887 an der Universität Zürich als erste Schweizer Juristin promoviert.  Als Frau kämpfte sie indes vergeblich um fachliche Anerkennung. 1888 übersiedelte sie mit ihren drei Kindern nach Amerika und eröffnete an der New York University die erste Women's Law Class.  Aus familiären Gründen zurück in Zürich, erhielt sie 1891  die Venia legendi für römisches, englisches und amerikanisches Recht an der Staatswissenschaftlichen Fakultät und lehrte als erste Privatdozentin an der Universität Zürich. Zudem schuf sie eine unentgeltliche Rechtsberatung für Frauen. Anwaltspatent und somit berufliche Laufbahn blieben ihr aber nach wie vor verwehrt.  Kurz nachdem das Anwaltsgesetz in Zürich Frauen zum Anwaltsberuf zuliess, starb sie, gebrochen, verarmt und krank, mit 48 Jahren in der Anstalt Friedmatt in Basel.  Ehrung durch die Gesellschaft zu Fraumünster, Zürich, 2004
Der gesamte Text auf der Tafel: EMILIE KEMPIN-SPYRI 1853-1901 Erste Privatdozentin der Universität Zürich und erste international lehrende Juristin. Die in Zürich geborene Emilie Kempin-Spyri wurde 1887 an der Universität Zürich als erste Schweizer Juristin promoviert. Als Frau kämpfte sie indes vergeblich um fachliche Anerkennung. 1888 übersiedelte sie mit ihren drei Kindern nach Amerika und eröffnete an der New York University die erste Women's Law Class. Aus familiären Gründen zurück in Zürich, erhielt sie 1891 die Venia legendi für römisches, englisches und amerikanisches Recht an der Staatswissenschaftlichen Fakultät und lehrte als erste Privatdozentin an der Universität Zürich. Zudem schuf sie eine unentgeltliche Rechtsberatung für Frauen. Anwaltspatent und somit berufliche Laufbahn blieben ihr aber nach wie vor verwehrt. Kurz nachdem das Anwaltsgesetz in Zürich Frauen zum Anwaltsberuf zuliess, starb sie, gebrochen, verarmt und krank, mit 48 Jahren in der Anstalt Friedmatt in Basel. Ehrung durch die Gesellschaft zu Fraumünster, Zürich, 2004
Ehrentafel

Am Anlass sprachen Susann L. Pflüger, Frauenzunft «Gesellschaft zu Fraumünster», Brigitte Tag, Professorin für Strafrecht und Präsidentin der Gleichstellungskommission, Rektor Andreas Fischer, und Marcel Senn, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

Die Schriftstellerin Evelyne Hasler, Autorin des biographischen Romans «Die Waschsflügelfrau» und eine ausgewiesene Kempin-Kennerin kündigte an, der Abteilung Gleichstellung der UZH einige Dokumente aus Kempin-Spyris Nachlass zu schenken.

Video über die Einweihung

Ein Beitrag von Brigitte Blöchlinger, Abteilung Kommunikation der Universität Zürich (2009)